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KistenwechselSpielzeug im Wechsel statt immer mehr

Weniger im Regal, mehr im Spiel.

In vielen Kinderzimmern steht mehr Spielzeug, als je gleichzeitig benutzt wird. Ein großer Teil liegt unten in der Kiste und wird erst wiederentdeckt, wenn es ohnehin zu klein geworden ist. Die Idee hier ist einfach: Alles, was bleiben darf, kommt in vier Kisten. Zwei stehen im Regal, zwei warten im Schrank. Alle zwei Wochen wird eine getauscht.

So sieht Vorhandenes nach der Pause wieder neu aus, und was trotzdem keiner mehr anfasst, fällt auf. Das wird dann verliehen, getauscht oder weitergegeben. Für Größeres gibt es Spielotheken und Nachbarn, bei denen man sich etwas ausleihen kann.

2 + 2 zwei Kisten im Regal, zwei in Pause
Wechselrad: vier Kisten, zwei davon im Regal, alle zwei Wochen wird eine getauscht Kiste 1Bauen Kiste 2Fahren Kiste 3Kuscheln Kiste 4Draußen alle 2 Wochen im Regal im Schrank

Die vier Kisten

Jede Kiste hat ein Thema und einen Zettel, auf dem steht, was drin ist. Das Thema erleichtert das Aufräumen, der Zettel das Wiederfinden und das Zählen der Teile. Wie man anfängt, steht unter So wechselt man.

Kiste 1Runde Schale voller Holzbausteine

Bauen

  • Holzbausteine, ca. 60
  • Steckbausteine in einer Dose
  • Murmelbahn, 24 Teile
  • Tücher als Dächer
Zur Bau-Kiste →
Kiste 2Bunte Holzautos mit Nummern

Fahren

  • Holzeisenbahn mit Schienen
  • Autos, 9 Stück
  • Straßenteppich
  • Garage aus einem Karton
Zur Fahr-Kiste →
Kiste 3Kiste mit Stofftieren, daneben ein Plüsch-Dinosaurier

Kuscheln & Spielen

  • Stofftiere (ohne das Lieblingstier)
  • Puppengeschirr
  • Verkleidungskiste
  • Xylophon und Trommel
Was nie wechselt →

Der Wechselplan: sechzehn Wochen

Ein Beispiel. Immer zwei Kisten stehen im Regal, jede bleibt vier Wochen und macht dann vier Wochen Pause. Weil die Wechsel versetzt sind, kommt alle zwei Wochen genau eine Kiste zurück. Nach sechzehn Wochen ist Zeit für die große Durchsicht.

Wo. 1–23–45–67–89–1011–1213–1415–16
1 Bauen
2 Fahren
3 Kuscheln
4 Draußen
farbig: im Regalim Schranksteht an der Haustür bereit

Was in die Kisten kommt, nach Alter

Keine Liste zum Abhaken, sondern das, was Familien erfahrungsgemäß in die Kisten legen. Die Altersangaben auf der Verpackung gelten trotzdem.

bis 1Greiflinge, Stoffbücher, Becher zum Stapeln. Eine Kiste reicht oft für zwei Monate.
1–2Nachziehtiere, große Bausteine, Kisten mit Deckel zum Ein- und Ausräumen.
2–3Holzeisenbahn, erste Puzzles mit Knauf, Puppengeschirr, Sandspielzeug.
3–5Murmelbahn, Kaufladen, Verkleidungen, einfache Brettspiele, Becherlupe.
ab 6Größere Bausätze, Kartenspiele, Werkzeug für draußen. Ab hier wird viel getauscht.

Mehr aus dem Kistenregal

Eine Extrakiste für den Kaufladen, eine einzige Kiste für das erste Jahr, geteilte Kisten und der Weg für alles, was gehen darf.

ExtrakisteDie Kaufladen-Kiste

Einkaufen spielen mit echten, leeren Packungen.

Das erste JahrUnter einem Jahr

Eine einzige Kiste und ein niedriges Regal.

TeilenEine Kiste für drei Familien

Schlitten und Kescher teilen, mit Zettel im Deckel.

Nach sechzehn WochenDie große Durchsicht

Zählen, schleifen, nähen und neu packen.

Der Stapel „geht weiter“Weitergeben

Freunde, Tauschregal, Spielothek, Flohmarkt.

Weidenkörbe in einem weißen Regal

Was übrig bleibt, geht weiter

Nach zwei, drei Runden zeigt sich, welche Dinge bei jedem Wechsel unberührt zurück in den Schrank wandern. Die kommen auf einen eigenen Stapel: Freunde fragen, im Tauschregal der Kita anbieten oder für den nächsten Flohmarkt zur Seite legen. Sandspielzeug, Schlitten und Kescher kann man sich sogar mit zwei anderen Familien teilen. Für Ausflüge, Spielplatz und Garten gibt es eine eigene Kiste an der Haustür.